Dienstag, 30. April 2019

mantaEVO Prototyp4 (Rigg)

Wie schon im letzten Teil der mantaEVO-Serie angedeutet habe ich extra für die EVO einen neuen Segelplan entworfen. Ich wollte auch hier einfach mal was anderes probieren.
Zum einen wollte ich von den FatTop-Designs etwas abrücken und zum andern auch die Segelaufteilung etwas ändern. Meine bisherigen Swing-Riggs hatten meist um die 30:70% Aufteilung. Also 30% Fock- zu 70% Großanteil an der Gesamtsegelfläche.
Herausgekommen ist nun eine Aufteilung von 27,3:72,7% .. bedeutet also eine erkennbar größere Fläche für's Großsegel. Das Top am Groß ist dabei nur noch 40mm breit und die Achterliek ist oberhalb der ersten Bahn nahezu gerade gehalten.
Insgesamt also eine recht einfacher Schnitt. Am Top ist lediglich eine kleine diagonal Segellatte nötig um die hintere Ecke etwas zu halten. Ansonsten kommt das gesamte Segel ohne Latten aus.

 

Achterstagausleger aus einfachem PLA
Genau wie beim Rumpf der mantaEVO sollte auch das Rigg wo immer sinnvoll möglich mit gedruckten Teilen ausgestattet werden. Es werden lediglich 2 x CFK-Rohre .. ein 6er Exel und ein Skyshark 5PT (1020mm).. benötigt.

Alle sonstigen Teile .. Baumbänder, Klemmschieber, Clips, Fockbaum, Rig-Kreuz, Achterstagausleger etc... werden gedruckt.
Die meisten Teile wurden aus dem gleichen ecoPLA gedruckt wie auch der Rumpf.  Festigkeit erscheint mir für eine RG vollkommen ausreichend zu sein. Bin gespannt wie das ausschaut wenn die Teile etwas älter werden...
Wenn man auch die Klemmschieber selber druckt kann man unterschiedliche Farben einsetzen, so wird das etwas übersichtlicher :-)
Das Rigg-Kreutz hat die Nase für die Riggsicherung gleich integriert. Ein extra Bauteil dafür ist also nicht mehr nötig.

Das graue Schothorn für den Fockbaum wurde in TPU gedruckt. Das hält ausgezeichnet und verrutscht nicht von alleine. Dieses weiche TPU-Material hält super auf dem gedruckten Fockbaum und kann nur mit einiger Kraft verstellt werden. Ausserdem habe ich dem Teil beidseitig 2 Bohrungen spendiert. So ergibt sich eine gleichmäßige Schlaufe durch die Segelöse und das Segel kann sich frei ins Profil legen.
Auch der graue Rutscher für das 6er Rohr besteht aus TPU. Der hält sogar auf dem glatten CFK-Rohr besser als alles andere was ich bisher testen konnte. Da verstellt sich nichts mehr! Das Schothorn besteht hier noch aus PLA .. werde ich aber gegen eins aus TPU tauschen.
Das Auge für den Achterstag wird einfach in das 6er Rohr gesteckt. Hält bei mir bisher sogar ohne das es geklebt wird sehr gut.
Der Clou an dem Teil ist die kleine Nase die oben am Rohr anliegt und so das Aufsplittern des Rohres verhindert. Bisher klappt das bei mir .. mal sehen wie lange ;-) Wer der Sache nicht traut kann dem Rohr ja eine Manschette zur Sicherung spendieren.
Den gleichen Trick nutze ich auch beim Achterstagausleger. Einfach ins Rohr stecken und durch den Zug am Achterstag klemmt sich das Teil von selber und wird erstaunlich stabil.

Mit der Zeit sind schon einige Teile entstanden..
..alle Teile sind Bestandteil des mantaEVO-Pakets. Wird aber sicherlich noch das ein-oder-andere dazu kommen .. ich kenn mich doch :-) Ideen gehen mir nicht aus!

Die Segel sind mir auch ganz gut gelungen. Aber das Material für die Fock ist einfach zu stark. Das Profil schlägt nur schwer durch. Am Samstag in Leipzig bin ich fast die halbe Regatta mit einem Gegenbauch in der Fock gefahren. Das Rigg zieht dann -logischerweise- nicht besonders gut. Wenn das Profil dann doch mal richtig durch-ploppte konnte man schön beobachten wie das Boot beschleunigte. Da werde ich also nochmal eine neue aus leichterem Material machen müssen.

Ansonsten war ich mit dem Antrieb für meine mantaEVO sehr zufrieden. Boot läuft damit auf allen Kursen supergut. Der Werkstatttrimm hat mal wieder erstaunlich gut gepasst, musste am Wasser nur wenig ändern.


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