Mittwoch, 22. Januar 2020

manta2020

Es laufen zwar bereits einige RG-Projekte aber ich habe mich trotzdem dazu entschlossen mal wieder was eigenes zu machen. Grundidee ist dabei die Negativform für eine RG komplett zu drucken. Nach den guten Erfahrungen mit der einfachen Ruderform hat mich der Gedanke einen Schritt weiter zu gehen einfach nicht losgelassen. 😉
Also hab ich dafür nochmal ein neues Design auf Grundlage meiner manta2017 abgeleitet und eine Form dafür im CAD gezeichnet.
Die Form selber wird 3-Teilig .. Rumpfhälfte Rechts-Links und das Centerdeck dann von oben zum aufstecken.
Soweit schaut das alles recht chic und einfach aus.

Weil mein Drucker aber nicht so groß ist (max. 205mm in Z) musste die Form an einigen Stellen geteilt werden. Jede Rumpfhälfte besteht aus 5 Segmenten und Center aus 2 Segmenten. Damit die ganzen Einzelteile dann auch sauber und halbwegs stabil wieder zusammengesetzt werden können habe ich an jeder Trennstelle 2x 8mm Bohrungen für Passstifte vorgesehen.
Drahtgitter mit allen verdeckten Kanten
Das war nun aber schwieriger als ich zunächst gedacht hatte. Denn neben den Stiften zum verbinden der Segmente gibt es ja schon einige Bohrungen für Stifte&Schrauben zum verbinden der Formhälften und des Centerdecks. Aber irgendwie hab ich dann doch alles kollisionsfrei unterbekommen.
Gedruckt wird dann alles mit 3 Wandlinien und lediglich 8% Infill mit normalem PLA. Damit erreiche ich nach einigen Tests einen (wie ich meine) ordentlichen Kompromiss zwischen Fastigkeit, Materialaufwand und Druckzeit. So benötigt jetzt jedes Segment zwischen 6 - 8,5h Druckzeit. Also mein Drucker ist die nächsten Tage gut ausgelastet  😅
Die linke Formhälfte ist inzwischen auch schon fertig gedruckt und geklebt. Bisher schaut das alles sehr gut aus.
Form ist hier schon 1x mit Harz ausgestrichen. Die Übergänge zwischen den Segmenten habe ich absichtlich etwas ausgeschabt so das sich eine V-Fuge ergibt in die das Harz laufen kann. In der Form lässt sich natürlich immer etwas schlecht schleifen etc.. aber mal sehen wie gut ich das dann hinbekomme. Viel zum schleifen gibt es ja eigentlich nicht.




Rumpfdesign basiert wie gesagt auf der manat2017. Rockerlinie und Chineverlauf wurden geändert. So hat die m2020 mehr Reserveauftrieb oberhalb der CWL. Dafür hat das Vorschiff nun mal keine Aussenwölbung. Ganz im Gegenteil verjüngt sich die Bordwand zum Deck hin und folg so der Narrow-Deck Idee. Die Chine ist auch nicht mehr scharfkantig und die Bordwand darüber hat auch keine geraden Flächen mehr sondern ist überall gewölbt. Überhaupt gibt es bis auf die Mittelfläche für den Mastrutscher und den Heckspiegel am ganzen Boot keine gerade Fläche mehr. Der Heckspiegel ist wieder schräg geschnitten. Das hatte ich ja schon damals bei der MantaEdge so gestaltet und hat mir immer sehr gut gefallen.
Den Buckel da oben kennt man ja von einem bekannten IOM-Boot. Den hier mit einzubauen entstand eher zufällig während der Arbeit am Heck. Der Auslaufwinkel hat hinten ziemlich genau 12Grad und rechtwinklig dazu ist auch der Heckspiegel geschnitten. Nun wollte ich am Achterschiff sowieso irgendeine Finne oder sowas anbringen um die Antenne etwas höher zu bekommen. Dabei entstand dann die Idee das ganze einfach in den Heckspiegel zu integrieren und im gleichen Winkel wieder vorne in das Deck laufen zu lassen. Von der Seite betrachtet entsteht so praktisch ein Rechteckiger Querschnitt. Dieser Buckel ist gerade lang genug um das aktive Ende der Antenne aufzunehmen. 
Na mal schauen ob sich das in der Praxis bewährt und vor allem wie das dann in echt ausschaut. Im CAD schaut das je nach Perspektive mal richtig geil .. bis etwas komisch aus 🧐kann mich nicht entscheiden .. also wird es mal probiert. Zur Not wird das Ding da wieder raus geschnitten...?
Das Boot ist jetzt primär mal nur für mich gedacht und hauptsächlich um das mit der gedruckten Form zu testen. Da kann man solch einen Schmarren schonmal machen 😉

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