Mittwoch, 12. März 2014

NeKst aus der Schweiz

Aus der Schweiz hat mich eine Mail von einem begeisterten NeKst Erbauer erreicht.
Auf den Bildern erkennt man sofort das hier ein geübter Modellbauer am Werk gewesen ist. Diese NeKst wurde als Besonderheit nicht für ein SwingRigg gebaut. Auf meine Anfrage ob ich das Veröffentlichen darf, hat sich Stefan hingesetzt und einen kleinen Bericht geschrieben.
Ich freue mich sehr das ich das hier veröffentlichen darf.  -Danke Stefan!

das baugleiche Modell meines Freundes Franz

Nachdem ich beim Bau meines Kutters aus Carantec, Mst 1:5, Lange Rumpf 120cm, Verdrängung 17,5kg, Segelfläche 1,8m2, etwas in Verzug geraten bin, fand ich den Umweg über IOM, schliesslich zu den RG65-Modellen. Handlich, leicht, rasch eingepackt und doch vollwertige Segler, genau das, was ich suchte. Nicht verschweigen möchte ich, dass mein Herz trotzdem an den vorbildgetreuen Modellen hängt.




Nach dem ersten Versuch mit einer RG65, stiess ich beim Stöbern auf den Plan der NeKst. Die Sommerferien standen vor der Tür und und im Auto war noch etwas Platz vorhanden, um Baumaterial zu verstauen und am Zoll vorbei zu schmuggeln. Zwischen den Weckrufen aus dem nahe gelegenen Hühnerstall und der Jagd nach den Frühstücks-Brötchen, verwandelte sich das mitgebrachte Material zügig zu einem NeKst-Rohbau. Die Spanten aus 4mm Birkensperrholz, Beplankung aus 0,8mm Sperrholz. Die Planvorlage lässt keine Fragen offen, einzig beim Deckslayout zeigte sich die Wirkung des herrlichen, italienischen Rotweins. Falsch gemessen, richtig hergestellt und verkehrt eingebaut und in aller Glückseligkeit auch nicht mehr kontrolliert, so kamen die Decksöffungen zustande. 
Als folge musste zum Schluss in diesem Bereich ertwas gezaubert werden. Mit der Erfahrung aus dem vorbildgetereuen Modellbau kennt man diese Probleme und mit Schwung lassen sich solche Kleinigkeiten ausmerzen und voll zugegeben: Das Originaldeck sieht einfach besser aus. Mit einem grösseren Hobel hätte man sicher das eine oder andere Gramm kräftig runterfeilen können. Bei einem Ballast von 525g ergibt sich ein Totalgewicht von 1075g. Insbesondere beim Akku und den Servos wäre noch etwas drin gelegen. Da ich jedoch nicht allzu grosse sportliche Ambitionen hege, werde ich kaum um das letzte Gramm ringen, wobei ich auch hier festhalte, dass die leichten Lösungen in der Regel auch eleganter wirken...



Das Rigg habe ich von meinem Erstlingswerk übernommen. Etwas Graupner (Grossbaumbeschlag), gepaart mit etwas Eigenbau (Beschläge und Segel) ergeben die Antriebseinheit. Die Mast- und Schwertpositionen für das Bermudarigg habe ich ebenfalls dem Plan entnommen. Diese betragen, vom Heck her gemessen, 318mm zur Vorderkante Schwert und 330mm zur Mast-Vorderkante, wobei die Mastaufnahme um einige Milimeter geschoben werden kann und damit die Mastposition getrimmt werden könnte. Die Bilder belegen, das Modell läuft in die gewünschte Richtung und dies ohne Kurskorrektur!  


Trotz fehlendem Gegengewicht für die Fock und fehlendem Bugfender war das Wetter am Wochenende zu schön, um das fertige Modell nur in der Wohnung trocken zu segeln.
Bereits nach den ersten Metern konnte ich feststellen, dass die NeKst wirklich gut läuft, ohne Gegner ist diese Einschätzung zwar nicht sehr aussagekräftig, aber ein gutes Gefühl ist trotzdem vorhanden. Ich freue mich auf die nächsten Ausfahrten und den Vergleich mit meinem bisherigen Boot.

meine Viperfish & NeKst
Mein Dank richte ich an Andy. Ein frei erhältlicher und gut umsetzbarer Plan ergeben ein tolles Modell! Nun gehe ich wieder mit Schwung an die Fertigstellung meines Cotre de Carantec gehen und dabei meinen eigenen RG65-Entwurf weiterverfolgen. Breit, wenig Tiefgang und Gewicht. Angelehnt an einen französischen Entwurf zu einem Tourenboot. Ein Versuch, bin gespannt....


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